Dach vermieten? Wie geht das?

17 Mai 2010 von Info225 Kommentieren »

Solaranlagen gelten immer mehr als eine sichere, langfristige und vor allem lukrative Investition. Viele Eigenheimbesitzer bauen sich die Module aufs Dach, um für 20 Jahre von der Einspeisevergütung der Bundesregierung zu profitieren.

Doch auf der anderen Seite scheuen viele Privatleute den Aufwand oder verfügen einfach nicht über die finanziellen Mittel, eine Solaranlage zu errichten. Da liegt es nahe, sein Dach für eine Solaranlage zu vermieten. Dach vermieten? Wie geht das?  Und lohnt sich das überhaupt?

Sein Dach zu vermieten ist einfach. Man sucht sich einen passenden Investor, der die Installation und alle mit der Solaranlage zusammenhängenden Pflichten übernimmt. Dafür bekommt er die Einspeisevergütung für den eingespeisten Strom und der Verpächter erhält wiederum davon einen Anteil. Um möglichst viele Investoren zu erreichen und somit viele Angebote zu bekommen, ist es praktisch, wenn man sein Dach in eine Dachbörse einstellt. Die Dachbörsen sind für Anbieter kostenlos und stellen den Kontakt zu zahlreichen Investoren her.

Wenn Sie Ihr Dach vermieten möchten, sollte es in der Regel eine Größe von mehr als 200 m² haben, da sich ansonsten der Aufwand für die Investoren nicht lohnt. Viele Privatleute interessieren sich jedoch auch  für kleinere Dächer. Einen Versuch ist es also Wert.

Dächer in Süd- und Mitteldeutschland sind für Investoren nach wie vor am interessantesten. Die Module werden jedoch effizienter und auch Dächer in Norddeutschland werden lukrative Investitionsobjekte.

Ein weiterer Punkt, der bei der Dachvermietung zu beachten ist, ist die sogenannte Erstrangige Dienstbarkeit. Die Erstrangige Dienstbarkeit ist ein Eintrag ins Grundbuch, der den Investor absichert, wenn es innerhalb der Pachtzeit zu wie auch immer gearteten Eigentümerwechseln kommen sollte. Diese Eintragung ist für den Investor sehr wichtig, da er sonst im schlimmsten Fall seine Solaranlage vor Ende der Laufzeit abbauen müsste, wenn der neue Eigentümer mit der Anlage nicht einverstanden ist.

Lohnenswert ist die Dachvermietung allemal. Schließlich bekommt der Verpächter für eine von ihm ungenutzte Dachfläche ein zusätzliches Einkommen, das für ihn nicht mit Aufwand verbunden ist. Der Investor kümmert sich um die Installation, Wartung, Versicherung und den Abbau der Anlage. Der Verpächter kann sich über einen schönen Betrag auf seinem Konto freuen.

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