Nagelpilz effektiv behandeln

7 Mai 2010 von sensitiv Kommentieren »

Nagelpilz (oder Onychomykose) gehört zu den häufigsten Erkrankungen in der Dermatologie, auch wenn dies in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist. Dies liegt daran, dass sich die meisten Menschen genieren über ihre braunen Fußnägel in der Öffentlichkeit zu sprechen. Und in Schwimmbad oder an den Strand trauen sich Menschen mit Nagelpilz kaum mehr.

Im Unterschied zum Fußpilz erfolgte die Infektion der Nägel beim Nagelpilz vorwiegend in besonderen Situationen. Dies liegt entweder dann vor, wenn der Immunstatus durch Krankheiten geschwächt ist, oder der Nagel mechanisch oder physikalisch angegriffen wird. Dies wird sich abstrakt an, aber gerade Fußballer, Wanderer und andere Sportler mit schwitzenden Füßen sind eine der wesentlichen Nagelpilz betroffenen Gruppen. Aber auch Menschen mit Diabetes leiden sehr häufig unter Nagelpilz, da ihr Immunsystem schlechter funktioniert und die Durchblutung der Nägel verringert ist.

Die Behandlung ist langwierig, die Versprechen viele Anbieter halten leider nicht das was sie in ihrer bunten Werbung zum Ausdruck bringen. Umso wichtiger ist es, sich mit einer wirklich effektiven Behandlung der Nagelmykose zu beschäftigen.

Topische oder orale Therapie von Nagelpilz ?

In leichteren Fällen von Nagelpilz, vor allem dann wenn noch nicht die Wachstumszone betroffen ist, kann es ausreichend sein, mit einem Lack der Nagel zu behandeln. Wirkstoffe wie Ciclopiroxolamin oder Amorolfin dringen in den Nagel ein und töten Pilze und deren Sporen.

Wenn aber mehr als drei Nägel betroffen sind, oder die Wachstumszone in der Haut befallen ist, ist eine äußerliche Behandlung in der Regel nicht mehr ausreichend. Es gibt orale Antimykotika wie Terbinafin und Itraconazol, die nach den Leitlinien täglich angewendet werden sollen. Das Problem ist nun, dass diese bei Nagelpilz über viele Monate genommen werden müssen und das Risiko von Nebenwirkungen beinhalten. Die Produkte sind daher verschreibungspflichtige, und der Arzt sollte insbesondere den Leberstatus verfolgen.

Es gibt jetzt neue interessante Konzepte, die Gefahr von Nebenwirkungen zu verringern. Die Idee ist einfach, es geht darum die Dosis der Wirkstoffe Terbinafin oder Itraconazol zu verringern. Damit hofft man die Nebenwirkungen zu reduzieren.

Insgesamt gesehen bleibt jedoch die Therapie von Nagelpilz ein langwieriges und schwieriges Unterfangen. Mindestens sechs Monate, aber auch bis zu einem Jahr kann die Behandlung dauern. Es ist nicht schlimm wenn einmal eine Anwendung vergessen wird, aber über längere Zeiträume sollte diese Behandlung konsequent durchgeführt werden.

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